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Milchzähne im Faktencheck: Die häufigsten Mythen und was wirklich stimmt

Zähne sind essenziell für eine gute Gesundheit. Das gilt auch schon in jungen Jahren für die Milchzähne. Ob beim Kauen oder Sprechen: Milchzähne bereiten den bleibenden Zähnen den Weg und sorgen bei den Zahnwaldbesuchern für einen festen Biss. Allerdings wurden im Laufe der Geschichte immer wieder Mythen über die Milchzähne verbreitet – von denen nicht alle stimmen und viele sogar schädlich sein können! Damit die Zahngesundheit unserer kleinen Patientinnen und Patienten gut bleibt, lassen wir etwas Licht durch das Blätterdach hindurchleuchten und zeigen die häufigsten Irrtümer rund um die Zahngesundheit bei Kindern.

Mythos 1: „Milchzähne muss man nicht pflegen, weil sie ja sowieso ausfallen“

Unser erster Mythos betrifft die Pflege von Milchzähnen. Denn häufig heißt es: „Wieso denn überhaupt pflegen, wenn die eh wieder ausfallen!“ Das macht aber nur auf den ersten Blick Sinn. Denn genauso wie ein alter Baum von Pilzen und Parasiten befallen werden kann, die sich auf den Wald negativ auswirken, können auch die Milchzähne Karies bekommen. Das ist mit Schmerzen für die Kinder verbunden, was wir natürlich vermeiden möchten. Karies an Milchzähnen kann negative Auswirkungen auf Zahnfleisch, Kiefer und die bleibenden Zähne haben! Also: Lieber auch die Milchzähne immer gründlich putzen und mit Fluorid stärken! So entsteht ein solides Fundament für die bleibenden Zähne!

Mythos 2: „Wenn Milchzähne früh ausfallen, wachsen die bleibenden Zähne sofort nach“

Ein ausgefallener Zahn verursacht keine Probleme, oder? Tatsächlich ist diese Überzeugung weit verbreitet. Sie stimmt aber nicht. Denn im Normalfall führt ein früher Verlust eines Milchzahns nicht zum sofortigen Durchbrechen des bleibenden Zahns, sondern es entsteht eine Zahnlücke. Diese führt dann dazu, dass die benachbarten Zähne in diese hineinwandern. Das kann man sich vorstellen wie die Nachbarn eines alten Baumes, der umgefallen ist. Diese haben plötzlich mehr Platz und wachsen mit ihren Ästen in die Lücke hinein. Die Folge im Kiefer sind Platzprobleme und Zahnfehlstellungen, die Jahre später Probleme verursachen können. Daher sollte bei frühzeitigem Zahnverlust immer geschaut werden, ob ein Platzhalter sinnvoll sein kann.

Mythos 3: „Fluorid ist schädlich für Kinderzähne“

Fluorid? Das ist doch schädlich! Das hört man leider immer wieder. Auch verschiedene Probleme wie weiße Flecken werden häufig mit Fluorid in Verbindung gebracht. Richtig ist aber: Fluorid ist einer der besten Schutzfaktoren gegen Karies! Denn Fluorid sorgt dafür, dass der Zahnschmelz schön stark wird und damit widerstandsfähiger gegenüber Säuren ist. Die sind vor allem in vielen Lebensmitteln enthalten. Richtig ist aber auch: Es kommt immer auf die Dosierung an. Bei Kindern ab 2 Jahren sollte eine etwa erbsengroße Menge fluoridhaltiger Zahnpasta genommen werden, davor nur eine reiskorngroße. Wir empfehlen: Nehmen Sie ruhig fluoridhaltige Zahnpasta, die Zahngesundheit Ihres Kindes wird es Ihnen danken!

Mythos 4: „Vorsorge? Die Milchzähne fallen von alleine aus“

Viele Eltern warten mit dem Zahnarztbesuch, bis es Probleme gibt. Dabei sind gerade in jungen Jahren Zahnarztbesuche zur Vorsorge besonders entscheidend. Denn Karies, Fehlstellungen und andere Probleme können frühzeitig erkannt werden. Doch auch für etwas anderes werden in diesem Alter wichtige Wurzeln gebildet: Vertrauen zum Zahnarzt. Denn mit einer einfühlsamen Behandlung und einem spielerischen Beibringen der Grundlagen fassen die Kinder Besuch für Besuch Vertrauen und verlieren, falls vorhanden, ihre Angst. Gerade in jungen Jahren kann so ein solides Fundament entstehen, das für eventuelle spätere Behandlungen notwendig ist. Also: am besten zweimal im Jahr zur Kontrolle!

Milchzähne sind im Zahnwald bestens aufgehoben

Milchzähne sind also viel mehr als nur „Platzhalter“ für die bleibenden Zähne. Sie sind wichtig für einen guten Biss und eine langanhaltend gute Mundgesundheit. Dazu gehört eine gute Pflege und regelmäßige Kontrollen beim Zahnarzt. Lassen Sie sich von den Mythen nicht täuschen: Genauso wie junge Baumtriebe vor Rehen geschützt werden müssen, sollte auch die Gesundheit der Milchzähne geschützt werden. Unter den Ästen des Zahnwalds in Mühlacker sind wir gerne für Sie da.